Freitag, 4. Januar 2008

News

Hallo zusammen!

Ich habe ja länger nicht geschrieben und ich könnte mir vorstellen, dass ihr schon ganz wild auf neue Infos seid. Ich habe mittlerweile eine Bleibe gefunden. Ein schönes drei-Schlafzimmer Appartment in Surrey road, ungefähr 10 Minuten mit der U-Bahn von der Uni entfernt. Wir haben einen kleinen Pool auf dem Dach, einen großen Aufenthaltsraum im Keller mit Billardtisch, Tischtennisplatte und einem kleinen „Fitnessstudio“. – Mal sehen, ob ich durchtrainiert zurück komme ;) Unter uns wohnt auch eine WG von unserer Uni mit sehr netten Kommilitonen. Wir werden bestimmt viel Spaß zusammen haben. Am Sonntag können wir abends endlich einziehen. Ich bin wirklich froh, wenn ich nicht mehr in der Jugendherberge bleiben muss, denn wir haben Bettwanzen, die nachts stechen. Mich hat es glücklicherweise noch nicht erwischt, ein Pole ist aber schon im Krankenhaus gewesen deshalb. Heute Morgen hab ich zwei in meiner Tasche gefangen und hoffe, dass sie keine Eier gelegt haben und wir die Mistvecher mit in die Wohnung schleppen… Ich werde mir mit Vicky ein Zimmer teilen, das wird bestimmt lustig. Unsere WG ist richtig international, niemand von uns studiert in dem Land, aus dem er stammt. An Nationalitäten haben wir: Belgien, Deutschland, Marokko, Peru, und Benin. Alles sehr nette Leute, ich werde auch mal Fotos hochladen, wenn ich endlich schnelles Internet habe. Hier dauert das ewig. Aber vorab schon mal meine Mitbewohner. Samir (alleine auf dem Foto) kommt aus Benin, David und Vicky (zusammen auf einem Foto) kommen aus Peru und Belgien, und Jana (Gruppenfoto) kommt auch aus Deutschland.

Singapur ist bekannt als die Stadt, in der man für alles ein Bußgeld zahlen muss. Essen und trinken, genau wie rauchen und Papier auf die Straße fallen lassen kosten so 500-1000 S$, was 250-500€ entsprechen. Mann muss für alles bezahlen, die U-Bahn kann man z. B. nicht mit einer Monatskarte benutzen, man muss immer genau für das bezahlen, was man fährt. Deshalb wird die Regierungspartei PAP (eigentlich People Action Party) auch Pay And Pay genannt (Also bezahlen und bezahlen ;)) Ansonsten werden die Leute hier sehr gemaßregelt. Überall gibt es komische Werbungen , die z.B. darauf hinweisen, das Fenster vorsichtig zu öffnen damit es nicht abfällt. Mein besondere Lieblingsdurchsage in der U-Bahn ist: „Please mind the gap“, was soviel heißt wie „Bitte achten sie auf die Lücke“. Gemeint ist damit die kaum sichtbare Lücke zwischen Bahn und Bahnsteig, die ungefähr 5cm breit ist. Alles ist sehr geregelt, überall sind Überwachungskameras und man versucht besser nicht schwarz zu fahren.

Das Wetter hier ist ziemlich super, besonders für eine Frostbeule wie mich. Es ist immer sehr warm, im Moment scheint die Sonne aber nicht, weshalb ich ausnahmsweise mal auf Sonnencreme verzichten kann… Nur der Monsun ist doof. Da fängts and zu tröpfeln und dann muss man schnell einen Unterschlupf finden, weil es kurz darauf anfängt, wie aus Eimern zu schütten. Aber da gewöhnt man sich auch dran.. Das Essen ist super, ich habe hier schon Food Courts und Kopitiam entdeckt, wo man so einen bis drei Euro für ein komplettes Essen bezahlt.


Vom Erdbeben hab ich aber nichts mitbekommen, hat mir aber schon Angst gemacht, als ich das gehört habe.

So, ich werde mich dann später mal wieder melden.

Bis bald,

Rebekka

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